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Administrator ![]() ![]() Name: Marc Geschlecht: Anmeldedatum: 28.08.2004 Beiträge: 40755 Chats: 11134 Wohnort: Hennef | In den 1950er und frühen 1960er Jahren verkaufte Opel mit den Kapitän-Modellen die meisten Sechszylinder-Fahrzeuge in Deutschland. Dies änderte sich mit dem Erscheinen der ersten Kapitän-, Admiral- und Diplomat-(KAD) Baureihe im Jahr 1964, die sich in vier Jahren nur 89.277 mal verkaufen ließ, während sich das letzte Kapitän Modell noch an die 140.000 mal verkaufen ließ. Die erste KAD Serie war nicht nur erheblich größer als der bisherige Kapitän, auch das ausladende US-Design und -Format, sowie die bis zu 5,4 Liter großen V8-Motoren aus amerikanischer Produktion trafen den Geschmack des deutschen Publikums nicht mehr in dem Maße wie die früheren Kapitän-Modelle noch zu Wirtschaftswunderzeiten. Die zweite, 1969 präsentierte Version der „KAD“ genannten Baureihe war zwar 4,8 cm kürzer, 1,5 cm flacher und 5 cm schmaler als ihre Vorgänger und hatte dank einer DeDion-Hinterachse einen stark verbesserten Fahrkomfort, jedoch konnten diese Verbesserungen den Abwärtstrend in den Verkaufszahlen nicht aufhalten; vor allem Mercedes Benz, und zunehmend auch BMW dominierten mit ihren Modellen ab Mitte der 1960er Jahre in Deutschland die Oberklasse. Im Jahre 1977 wurde die Reihe nach nur 61.619 verkauften Exemplaren vom Markt genommen. Die noch bis in die frühen 70er Jahre laufenden Entwicklungsarbeiten an einer Nachfolgereihe für Admiral und Diplomat wurden nicht zuletzt infolge der Ölkrise und der damit einhergehenden geänderten Kundenbedürfnisse eingestellt. Schließlich hatte Opel erkannt, dass es für einen Massenhersteller unmöglich geworden war, auch im Oberklassesegment erfolgreich zu sein. Folglich wurden die 1978 vorgestellten Modelle Senator und Monza anfänglich noch als Ersatz für den sechszylindrigen Commodore B, welcher von 1972 bis 1977 als Limousine und Coupé angeboten worden war, geplant. Jedoch verliefen erste interne Publikumstests anders als erwartet, da die befragten Personen die Fahrzeuge höher einstuften als von Opels Modellstrategen antizipiert, was zur Folge hatte, dass beide Modelle in den ersten Tests der Motorpresse zunächst mit Oberklasse-Fahrzeugen verglichen wurden: Die Auto Zeitung verglich 1978 den Senator mit dem Mercedes 280 SE (W 116) und dem BMW 730 (E 23), der Monza wurde dem damals über 10.000 DM teureren BMW 630 CS (E 24) gegenüber gestellt. Beide Opel-Modelle schnitten hierbei gut ab, der Senator gewann sogar den Vergleichstest, weil er komfortabler, dynamischer und in der Anschaffung günstiger war. Opel veröffentlichte im Anschluss an die Tests der Presse eine Broschüre für die Verkäufer des Opel Händlernetzes, in welcher unter dem Titel Monza - im Vergleich festgestellt wurde: „Wie der Senator zielt auch der Monza mit seinen herausragenden Eigenschaften und Qualitäten auf das mittlere und obere Segment der Großwagenklasse, in der bisher Mercedes und BMW den Ton angaben.“ Schwerpunkt der Publikation war es, die Vorzüge des Monza den Vorzügen und Schwächen von Mercedes 280 C/280 CE, BMW 630 CS & 633 CSi, Porsche 924 sowie Rover SD1 3500 gegenübzuerstellen. Technische und optische Basis von Senator A und Monza A - und des im Herbst 1978 vorgestellten Commodore C - war jedoch der Rekord E: alle Modelle verwendeten den gleichen Karosseriegrundkörper mit einer für den Einbau der Reihen-Sechszylinder verlängerten Front, die Opel „Schnüffelschnauze“ nannte, da die Scheinwerferpartie nicht mehr traditionell senkrecht im Fahrtwind stand, sondern aerodynamisch nach hinten geneigt war und die Stoßstange sich im Profil stattdessen hervorstreckte. Der Senator hatte eine anders gestaltete Seitenansicht, äußerlich erkennbar an der dritten Seitenscheibe, und eine repräsentative Heckpartie mit fast schwarz wirkenden Rückleuchten. Anstelle der von vier Längslenkern und einem Panhardstab geführten hinteren Starrachse bei den Modellen Rekord und Commodore hatten Senator und Monza zudem eine technisch aufwändigere Doppel-Schräglenkerachse. |
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